SLP "Day of Speed" in Bischofsheim "Bischem"
2. SLP-Lauf, Bischofsheim
Bei sommerlichen Höchsttemperaturen fanden sich 55 begeisterte SLP’ler zum Rennen im Mainzer Vorort ;) Bischem ein.
Freitag gegen 13.00 Uhr öffnete der MSCB seine Pforten zum offiziellen Training. MSCB steht offiziell für MotorSportClubBischofsheim, nur was hat der Club (außer dem Sloten) mit Motorsport zu tun? – niemand weiß es – vielleicht finden wir nächstes Jahr eine Antwort!?
Die Bahn
Die Anzahl der wartenden Slotcars, auf Trainingsrunden, deutete schon früh auf viele Anwesende hin. Auf der großzügigen Clubanlage verteilten sich die Jungs aber gut und gleichmäßig :) Einzig im Clubraum vor dem Fernseher herrschte wegen der Fußball-WM reges Gedränge. – Deutschland im Halbfinale, was konnte jetzt schon noch schief gehen???
Von Beginn an war Gripp auf der Bahn, zwar niedriger als im Vorjahr, aber dennoch waren schon früh hier und da 6,3er Zeiten zu sehen. Im Training glänzten wie immer die No Limits mit schnellen Zeiten, auch Roland Tögel von TST-Austria kam wie schon im Vorjahr sehr gut zu recht. Ebenso waren der Heimfahrer und Anfänger ;) Alois Kreutzer wie auch Ralph Seif flott unterwegs – man berichtet von etlichen geheimen Trainingssitzungen. Bei Dr.Slot sah es nicht ganz so gut aus, Alex Ortmann zeigte zwar die überzeugendste Leistung von allen, nur was wird das restliche Team machen? Und dann noch: Nach 2-maligem guten Abschneiden in Trier sah es ganz so aus, als wollten die Plastikquäler DoSlot nun auch mal in einem Einzellauf gut abschneiden – doch spätestens seit Mörfelden wissen wir; Training und Qualifikation ist die eine Sache, das Rennen eine ganz Andere.
Überpünktlich, auf 21.30Uhr vorverlegt, wurde mit der Abnahme begonnen, so dass auch die Quali pünktlich gestartet werden konnte. 55 Slotcars mit 33mal Plafit SLP-Chassis ! – Alles SLP oder wat !? – Blieb nur noch abzuwarten wie sich die Plafit’s in Bischem gegen die Eigenbauten schlagen würden...
Für die Qualifikation wurde die Spur 6 ausgelost. Großes Stöhnen war in der SLP-Gemeinde zu vernehmen. Also: 1min auf Spur 6, die schnellste Runde wird gewertet.
Alex Ortmann bestätigte seine Trainingszeiten und gewann mit 6,463 die Quali souverän. Der Trierer, Frank Z. (Ralph Seif) beginnt seine Fahrt Rückwärts, gewertete Zeit somit 99,00s ! Alois Kreuzer holt dann für die Slotlickers die Kohlen aus dem Feuer; 6,576 bedeuten Platz 6. Als Team performen die Plastikquäler am Besten. Wie letztes Jahr in Mörfelden platzieren sie zwei Fahrzeuge in der Startgruppe A (Platz 2 und 3) und eines in der Startgruppe B. Die Startgruppe A wird dann von Peter Oberbillig und Joachim Welsch vervollständigt. Bugatti Paule (Martin Bartelmes) fährt mit 6,640 auf Platz 8 in die Stargruppe B.
Die Einsatzfahrzeuge der Plastikquäler
Nach der Quali brachen dann einige Slotracer mehr oder weniger freiwillig (hallo Alex ;), aber sehr fluchtartig ins Hotel auf, scheinbar wurde die Party des Vorjahres sehr gefürchtet!
Der harte Kern im Feiern, plus ein paar neue Gesichter fanden sich trotzdem zum Schnacken am Lagerfeuer ein. Die letzten Gestalten verkrochen sich in ihr Zelt, als die ersten Slot-Racer schon fast wieder zum Rennen erschienen.
Ein paar Zelte stehen noch...
Nun aber zum Renngeschehen...
(In der
Klammer immer die jeweilige Qualizeit)
* = Plafit SLP-Chassis
Schon direkt die Gruppe I ist mit Marco Claric (7,361)*, Bob Clark, (7,433), Marco Weber (7,572) Michael Lunk (7,984), Peter Höhne (99,00)* und Ralph Seif* (99,00) hochwertig besetzt.
Während draußen die Temperaturen schon recht warm wurden, war es drinnen noch angenehm kühl, als die Startgruppe I sich ins Renngeschehen stürzte.
Ralph Seif (13)*, Frank Z. aus Trier, gibt in dieser Gruppe den Ton an und fährt mit 529,13 Runden einen klaren Gruppensieg ein. Kaum fährt das Slotcar vorwärts passen auch die Zeiten :) Hier und da wird gemunkelt Ralph sei absichtlich Rückwärts gefahren um es auf einer kühlen Bahn ordentlich krachen lassen zu können… Einzig Peter Höhne (15)*, kann dem Speed halbwegs folgen und landet somit auf einem sicheren Zweiten – Ob nicht auch hier die „schlechte“ Quali-Zeit Absicht war!? Marco Clarik (49)* und Michael Lunk (50) kämpfen um den Gruppenplatz drei. Bob Clark (52), der König des Chili, kommt nicht so richtig in Schwung, kann sich aber noch vor Marco Weber (53) behaupten.
(In der Klammer die jeweilige Rennplatzierung)
* = Plafit SLP-Chassis
Gruppe H ist besetzt mit Kurt Petri (7,135)*, Andreas Hofmann (7,196), Günter Schnürlein (7,208)*, Ingolf Weber (7,226), Maik Schmidt (7,283)* und Brigitte Lohr (7,151).
Günter Schürlein (40)* neues Plafit SLP und Ingolf Weber „antikes“ Plafit Excel kämpfen bis zur letzten Sekunde um den Gruppensieg. Letztlich setzte Günter sich mit 3 Meter Vorsprung durch – knapper geht es kaum noch! Durch eine konstant unauffällige Fahrt landet Kurt Petri (46)*, der H&T Motor Racing Chef und DPM-Veranstalter, sicher auf dem dritten Gruppenplatz. Dahinter folgen dann Andreas Hofmann (48), Michael Lunk (50), Maik Schmidt (51) und Brigitte Lohr (54), die einzige Lady im Feld.
Nun soll die Gruppe G der 7,0er Quali-Fahrer folgen. Hier gingen Markus Prigel (7,006)*, Oliver Wind (7,037)*, Gregory Klein (7,063), Frank Schüler (7,063)*, Thomas Krieger (7,074) und Peter Mittelstaedt (7,081)* an den Start.
Wie schon zuletzt, in der vorangegangen Gruppe wird der Gruppensieg bis zum Schluss hart umkämpft. Mit nur 2 Metern Vorsprung kann sich dann aber Oliver Wind (29)* vor Gregory Klein (30) durchsetzen. Frank Schüler (38)* glaubt sich lange des Gruppen Dritten sicher - bis ihn sein Vorderrad überholt und so zu einem kurzen Boxenstopp zwingt. Diese Einladung läßt sich Thomas Krieger (33) nicht entgehen und überholt. Verfolgt werden die Beiden von Markus Prigel (42)* und Peter Mittelstaedt (47)*.
Kommen wir zur Gruppe F mit Marco Prigel (6,897)*, Philipp Kremer (6,974), Wolfgang Krech (6,940)*, Pierre Stein (6,928)*, Ralph Schniz (6,963)* und Dominik Deutschmann (6,963).
Von Begin kann Marco Prigel (18)* sich deutlich absetzen, so dass sich für ihn nicht die Frage des Gruppensiegs, sondern der Gesamtführung stellt. Ohne direkten Gegner fährt er dann auf den vorerst gesamt dritten Platz. Philipp Kremer (28), DPM Sieger und Vertretungsfahrer für Michael Niemas fährt unspektakulär auf Gruppenplatz zwei. Im Quali konnte sich der Youngstar Pierre Stein (36)* vor dem alten Hasen Wolftronic (Wolfgang Krech) (35)* halten, nun soll es trotz eines blitzsauber gefahrenen Rennens um 13 Teiltücke nicht reichen. Die beiden Teamkollegen von Power-Bride-Racing Ralph Schniz (37)* und Dominik Deutschmann (43), im Quali auf die 1000stel Sekundegleich schnell, folgen mit 505,07 und 499,10 Runden.
In Gruppe E gehen Cristof Kremer (6,814)*, Ralf Braun (6,823)*, Christian Eckel (6,826)*, Michael Tögel (6,838), Martin Friemann (6,846) und Claus Aschenbrenner (6,889) an den Start.
Christian Eckel (14)* versucht die 529 Runden von Ralph Seif anzugehen, verfehlt sie dann zwar um 5 Runden, landet letztlich trotzdem nur einen Gesamtrang hinter ihm. Ralf Braun (20)* und Michael Tögel (21) fahren ein Rennen ohne Auffälligkeiten, während es einfach nicht der Tag der Stuttgarter werden soll. Martin Friemann (45) lange gut unterwegs, erleidet auf der vorletzten Spur einen (dem Schreiber unbekannten) Defekt und verliert gut 20 Runden. Diese Einladung nutzen dann Christof Kremer (27)* und Claus Aschenbrenner (31) um vorbeizuziehen. Christof platziert sich mit einer Runde Vorsprung im Gesamtklassement einen Platz vor seinem Sohn Philip
Im Pool ist das Warten auszuhalten
Gruppe D. Am Start sind Patrik Brau (6,770), Michael Schluckebier (6,766)*, Volker Lohr (6,786)*, Martin Arnold (6,788)* und Andreas Tögel (6,806).
Mark Kiefer (26)* will den Gruppensieg! Dieses erscheint auch im Bereich des Möglichen, leider macht ihm die Technik einen Strich durch die Rechnung. In Gruppenführung ereilt ihn der erste Defekt, ein hinterer Achsbock löst sich. Gerade wieder auf Gruppenplatz zwei vorgefahren, muss er erneut einen Boxenstopp einlegen. Das Pech des Einen ist das Glück des Anderen, Andreas Tögel (17) fährt ungefährdet den Gruppensieg ein, gefolgt von Volker Lohr (24)* und Michael Schluckebier (24)*. Diese beiden verbringen das Kunststück im direkten Duell exakt die gleiche Strecke zurück zu legen. Vervollständigt wird das Gruppenergebnis dann von Patrik Brau (32) und Martin Arnold (34).
Gruppe C bringt Günther Riel (6,681)*, Mike Hampel (6,693)*, Alfons Bartelmes (6,697), Carsten Beierlein (6,709)*, Thomas Csoka (6,730) und Thomas Hahnel (6,738) an den Drücker.
Mit jedem Turn werden es mehr Zuschauer an der Bahn. Würde Günther Riel (12)* alias GuRi, die immer noch aus der ersten Startgruppe bestehenden 529,19 Runden von Ralph Seif, als Erster knacken? Es schien ganz eng zu werden, aber mit einer fabelhaften letzten Spur schafft er es dann mit 529,20 Runden doch – neue Gesamtführung!
Auf dem Gruppen zweiten läuft für TST Austria Thomas Csoka (16) ein, gefolgt von Mike Hampel (19)*. Alfons Bartelmes (22) alias Dr. Slot baute zwar ein sauschnellen Jaguar für Alex Ortmann, jedoch wollen er und sein C9 sich nicht so ganz mit dem Kurs anfreunden. Thomas Hahnel (39) und Carsten Beierlein (44)* können nicht ganz an das tolle Quali-Ergebnis anknüpfen, während der Eine durch einen Defekt eingebremst wird, kommt der Andere nicht so richtig in Fahrt.
Gruppe B – nun geht es ans Eingemachte. An der Bahn stehen der DSC-Süd Sieger und in ganz Deutschland bekannte Dietmar Schmeer (6,631), der Chef des Renncenter-Trier und Entwickler des SLP-Chassis, Bugatti Paule (Martin Bartelmes) (6,640), der überall schnelle Kevin Krollmann, der Vorjahres Dritte in Bischofsheim Roland Tögel (6,646), die letzte Hoffnung für Stuttgart und MCW Racing Christian Hotz (6,646) und der erste Fahrer aus dem „Wilden Westen“ Mirko Weber (6,664) gegenüber.
Vom Start weg bläst das gesamte Feld mit beeindruckenden Rundenzeiten um den Kurs, ohne Defekt sollten alle die bisherige Rundenvorgabe erreichen und so kam es dann auch. Roland Tögel holt sich mit 538,12 Runden ungefährdet den Gruppensieg und auch vorerst die Gesamtführung. Fünf Turns auf dem Zweiten Platz droht Kevin Krollmann (10)* auf der letzten Spur Gefahr von hinten. Mirko Weber (8) zieht mit einem grandiosen und fast fehlerfreiem Rennen, ebenso wie Dietmar Schmeer (9), noch vorbei. Mit 4 Rundenabstand folgt Martin Bartelmes (11)* und dann Chris Hotz (23).
Von wegen Slotracing ist kein Sport!
Gruppe A – mehr Spannung geht nimmer! An der Bahn
stehen; der Quali-Sieger Alex Ortmann (6,463), die „Wild-West“ Größen
Sebastian Nockemann (6,522)* und Jan Uhlig (6,535)*, der amtierende Meister
Peter Oberbillig (6,561), der Anfänger-Maxi ;) Alois Kreutzer (6,576)* und der
Vorjahres-Sieger Joachim Welsch (6,607)*
Nachdem Start ziehen erst einmal Peter Oberbillig (4) und Sebastian Nockemann
(6)* dem Feld leicht weg. Nach kurzer Eingewöhnung fliegt dann Jan Uhlig (2)*
mit den schnellsten Zeiten um den Kurs und naht in großen Schritten, im
Schlepptau Alex Ortmann (1). Alois Kreutzer (3*) und Joachim Welsch (7)*
auf den langsameren Spuren 5 und 6 können erst einmal nicht eingreifen.
Mit jeder Rennminute verliert der Jaguar von Sebastian Gripp, nach einigen Fehlern bei dem Versuch den Speed der Anderen mitgehen zu wollen, fährt er dann auf Platzierung halten. Vorjahressieger Joachim kann nicht ganz an seine Leistung aus dem Vorjahr anknüpfen und muss alles geben. Unterdessen kommt Alex in Schwung und setzt sich immer weiter vom Gruppen Zweiten Jan ab. Bis zur letzten Spur fährt Peter auf dem Gruppen Dritten, dann ist für ihn, Alois einfach nicht mehr zu halten.
Die Sieger Fahrzeuge
Das zum Teil im Vorfeld unerwartete Rennergebnis bringt die Gesamtwertung ganz schön durcheinander. In der Fahrerwertung findet sich, nach seinem Sieg, Alex Ortmann ganz vorn, gefolgt von Peter Oberbillig. Nachdem tollen 2. Platz von Jan Uhlig ist dieser bis auf Platz 3 vorgesprungen.
In der Teamwertung holten die Plastikquäler in Bischem ihren ersten Sieg und schieben sich somit zwischen den 2004er Meister, No Limits, (Platz 1) und dem amtierenden Meister, Dr. Slot, (Platz 3) auf den 2. Gesamt-Rang.
Fast schon obligatorisch wurde nach dem Rennen der "Man Of Speed" ausgefahren. Neben etwas Glück, da das Auto so hin und wieder seine Macken mit der Stromaufnahme hatte und dann keine brauchbaren Rundenzeiten möglich waren, musste der Fahrer natürlich gekonnt am Hahn ziehen.
Spur 1: 1min, schnellste Runde wird gewertet, Ko-System, mit einem Fahrzeug von Chili-Bob, - so hießen die Rahmenbedingungen.
Im Semifinale trieben es Michael Schluckebier und Jan Uhlig auf die Spitze; Auf die tausendstel Sekunde die gleiche Zeit! Also musste ein Stechen gefahren werden, indem sich Michael durchsetzen konnte.
Im Finale traf Michael dann auf Ralph Seif, der mit einer neuen "Man Of Speed" Bestzeit dann gleich klar stellte, wie der Sieger heißen sollte!
Dies und das...
- 5 Plafit-SLP Chassis in der Top 10, ebenso gehen Platz 2 und 3 an dieses Chassis.
- Ralph Seif und Peter Höhne fahren aus der letzten Startgruppe (I) auf Platz 13 und 15.
- Neue Spitznamen: Neben Frank Z. aus Trier und Bugatti Paule ist nun auch Flucht-Alex und Chili-Bob in der SLP gut bekannt.
- Alois Kreuzer darf sich nach Mörfelden 2005 „Anfänger - Medium“ nun endlich „Anfänger - Maxi“ nennen.
- Der Teamchef der Jäger sollte dem Mark das Trinken wieder erlauben. Unterm Strich lief es letztes Jahr mit 2 Promille besser als dieses.
- GuRi (Günter Riel) versuchte MArtin (Martin Friemann) mit Hilfe seiner Pornobrille den Rang des coolsten Slot-Racers abzulaufen.
Sebastian - Plastikquäler DoSlot